Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Wind geweht,
Ein perlmutterner Schauer,
Glitzert, flimmert, vergeht.
So mit Augenblicksblinken,
So im Vorüberwehn
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern, vergehn.

Hermann Hesse
 

Ein geliebter Mensch ist gestorben. Nichts ist, wie es einmal war. Jeder Tag bringt Erinnerungen. Schmerzliche Erinnerungen. Kostbare Erinnerungen. Erinnerungen, die geteilt werden möchten. Unser Umfeld jedoch scheint dieses traurige Ereignis längst vergessen zu haben.

Aber damit Trauer auf Dauer nicht krank oder schwermütig macht, sondern sich heilsam wandeln kann, ist es wichtig, dass unsere Trauer gesehen, gelebt und ausgedrückt wird.

In unseren Trauerseminaren finden Trauernde, die einen geliebten Menschen durch Unfall, Krankheit, Suizid oder ein anderes Ereignis verloren haben, Unterstützung auf ihrem Weg durch die Trauer.

Verwaiste Eltern, deren Kind um die Geburt herum, als Kleinkind oder Jugendlicher verstorben ist, sind in eigenen Seminaren für trauernde Mütter und Väter ebenso willkommen, wie Eltern, deren Kind erst später, im erwachsenen Alter, verstorben ist. Großeltern sind ebenfalls willkommen.

In unseren Trauerseminaren ist Zeit und Raum für schmerzhafte Gefühle, aber auch für das, was besser und anders werden darf. Im schützenden Raum einer Gemeinschaft von Betroffenen kann Trauer zugelassen, Erinnerungen geteilt und neuer Lebensmut gefasst werden.

Zeit zum Erzählen und Zuhören, zum Weinen und Schweigen, zum Lachen und Danken.
Zeit, um gemeinsam Hilfe und Orientierung zu finden und Heilungsimpulse aufzuspüren.

Zeit für Heilung – Zeit für Hoffnung – Zeit für uns.

 
Was für die Raupe das Ende der Welt bedeutet,
nennt der Rest der Welt Schmetterling.

Lao Tse